Schritt auf die Bühne

Tosender Applaus nach einem fast fünfstündigen Programm. Die Premiere ist gelungen. Doch welche Arbeit für die zahlreichen Akteure hinter den Kulissen nötig war, um dem Ruf des Batterschen Karnevals Samstagabend auch in der 53. Saison gerecht zu werden, das können nur wenige der begeisterten Gäste erahnen.

BREITENWORBIS (cn). Zu spüren war die Erleichterung des Vorstandes des Batterschen Karnevalvereins. Denn trotz vieler Veränderungen war der Saisonauftakt ein voller Erfolg. Wie in jedem Jahr stellte sich auch im vergangenen Herbst für die Verantwortlichen wieder die Frage: Wer würde mitmachen, mutig genug sein, sein karnevalistisches Talent auf der Bühne unter Beweis zu stellen? Und obwohl einige Traditionsgruppen in diesem Jahr nicht mehr auf der Programmliste zu finden sind, überzeugt das Narrenvolk vom Rhin wieder mit einer bunten Mischung aus Sketchen, Gesang, Tanz und Wortwitz. Und eines wurde klar. Über Nachwuchsprobleme muss der Breitenworbiser Verein zumindest vorerst nicht klagen. Zahlreiche neue Gruppen wagten den Schritt auf die Bühne und wurden dafür mit Beifall belohnt.

Doch nicht nur zahlreiche Jugendliche entdeckten ihr Herz für die fünfte Jahreszeit. Zur Freude des Vorstandes steigt auch von Jahr zu Jahr der Anteil weiblicher Akteure. “Die meisten von ihnen haben bereits beim Weiberfasching gezeigt, was sie drauf haben und begeistern nun auch bei unseren Sitzungen”, freut sich Präsident Frank Wilhelm. Nach der gelungenen Auftaktveranstaltung können nun er und die mehr als 80 Vereinsmitglieder etwas gelassener den noch anstehenden Veranstaltungen bis zum Kostümball am Rosenmontag entgegensehen.

Die sechs ausstehenden Sitzungen sind fast vollständig ausverkauft, lediglich für die Freitagtermine sind noch einige Karten zu ergattern. Auch für die hofft der Verein noch auf Abnehmer und auf viele Gäste, denn neben dem närrischen Treiben wollen die Karnevalisten auch die ernsteren Themen des Alltags nicht vergessen. Der gesamte Erlös aus den Garderobeneinnahmen soll den Flutopfern zu Gute kommen.

TA: 17.01.2005