Battern bebte

EICHSFELD. Terrorismus, Lokführerstreik und Nichtraucherschutzgesetz, der Bahnhof in Gernrode und die Trinkfreudigkeit der Geisleder Kirmesburschen – der Karneval im Eichsfeld geht auf die Zielgeraden. TA berichtet von den ersten Büttenabenden in Breitenworbis, Geisleden und Silkerode.”Lieber Gammelfleisch essen als Karneval vergessen”, dieses nette Motto haben sich die Breitenworbiser in diesem Jahr ausgedacht. Wie gewohnt, boten sie ein anspruchsvolles Programm, ließen ihre Nachbarn aber nicht ungeschoren. Auf liebevolle Weise wurden Kirchworbiser, die Gernröder und die Ascheröder, die ja eigentlich schon zu Breitenworbis gehörten, verulkt.Aus dem “aufregenden” Leben eines Handwerkers berichtete Karl Frixel. “Der deutsche Lehrling bewegt sich so wenig, dass die Ärzte Thrombosestrümpfe vorschlagen”, sagte er. Von einem Schnupperkurs für straffällige Jugendliche in Gefängnissen erfuhren die Zuschauer, die traditionell nicht verkleidet waren, ebenso. Dass die Lokführer streiken, habe wohl was damit zu tun, dass der Bahnhof Niederorschel jetzt Gernrode heiße, und überhaupt gehe der Gernröder ja nicht ohne Gesangbuch auf die Straße, wurde verlautet. Jeweils versehen mit einem Tusch der Band “Timeless”. Den hier als etwas geizig verschrieenen Kirchworbisern empfahlen die Schnallenköppe, beim Ventilator die Flügel zu entfernen, um Strom zu sparen. Wer das ganze Programm sehen will: Für den Büttenabend am 25. Januar gibt es noch Karten, Rufnummer (036074) 9 36 93.

Thomas MÜLLER

TA 14.01.2008